Was sich im Januar / Februar 2026 so alles tut
2026-02-25
Und wieder ein Freudentag. Heute zeigte sich ein neuer Gast im Garten, eine Heckenbraunelle (Prunella modularis). Als Kurzstreckenzieher begibt sie sich anfang März auf den Zug, ist also doch schon recht früh hier angekommen. Teils sind es aber auch Standvögel, die den Winter hier verbringen. Allerdings sind die Winter hier auf 1000 m üM nicht grad einladend, auf dem Rossberg, wo ich ein Revier kenne, hörte ich sie jedenfalls während des Winters nicht. Die Art ist nicht gefährdet.

So im Gegenlicht kaum als sichere Heckenbraunelle zu identifizieren, der dünne Schnabel weist auf den Insektenfresser hin.

Ein bisschen erinnert sie an einen Haussperling, aber der Schnabel ist klar kein Sperlingsschnabel.
2026-02-22
Heute ist mein persönlicher „ Tag der Wühlmaus “. Dass mein Teichhügel von mindestens zwei Mäusen bewohnt ist, wusste ich ja schon lange, siehe auch die Nachtaufnahmen aus früheren Monaten. Inzwischen haben sich die mindestens zwei geschätzte 30 Ausgänge gegraben (ich bin ja gespannt, wie es innerhalb des Hügels aussieht), teils quer durch die Pflanzen durch. Mal sehen, was im Frühjahr noch wächst. Die Bergenien schieben jedenfalls die ersten grünen Blätter bereits aus dem Boden. Aber zurück zur Maus: Heute hatte ich ausgiebig Gelegenheit, die beiden zu beobachten. Leider waren sie nie nahe beisammen, so dass ich nicht beide in einem Bild zeigen kann. Die Maiskörner, die von der Futtersäule oberhalb herunterfallen, scheinen jedenfalls zu schmecken. Beide waren aber äusserst aufmerksam und verschwanden bei der geringsten Bewegung blitzartig in ihrem Gangsystem. Die Speziesidentifikation bleibt noch etwas im Ungefähren. Es dürfte sich aber ziemlich sicher um eine Wühlmausart handeln (leider gibt es davon etwa 150 verschiedene). Kucke ich die verschiedenen Bilder der Spezies an, denke ich am ehesten an eine Rötelmaus (Myodes glareolus). Früher dachte ich an eine Waldmaus (Apodemus sylvaticus), die Augen sind aber wohl doch zu klein, als dass es eine Waldmaus wäre.


2026-02-13
Freitag der 13. ist ein glücklicher Tag für mich. Einerseits konnte ich Frau Specht (Dendrocopos major) wieder beobachten, die vorsichtig wie sie ist, am etwas weiter entfernten Fettplatz hackte, andererseits gelang es mir, einen Distelfink / Stieglitz (Carduelis carduelis) im Flug zum Futterplatz einzufangen, wo gerade ein Bergfink (Fringilla montifringilla) sich mit einer Erdnuss abmühte (Männchen im Schlichtkleid). Die Distelfinken kommen nun regelmässig vorbei, meist in einer Gruppe von 8 Individuen. Es besteht kein Geschlechtsdimorphismus, d.h. Männchen und Weibchen lassen sich visuell nicht unterscheiden.


2026-06-09
Täglich fülle ich ja die Fettfutterspeicher im Spechtstamm nach, damit der Futterplatz auch attraktiv bleibt. Zudem hat sich mein Specht ja auch langsam dran gewöhnt, dass er hier was findet und ich will ihn ja nicht enttäuschen. Beim Aufstehen heute morgen war ich leider unvorsichtig, denn ich hatte das Spechtehepaar, das bereits am Fressen war, nicht bemerkt und beide flogen blitzartig weg. Vorsichtig äugte ich in die Hecke am Jungholzbächle, Herr und Frau Specht sassen beide hoch oben im Baum. Ich war zuversichtlich, dass sie ihre Mahleit fortsetzen werden und platzierte mich unbewegt mit Kamera und wartete. Tatsächlich, 10 Minuten später waren beide wieder da. Sie am Holzhaufen, er etwas mutiger am Futterstamm. So gelang mir endlich das gewünschte Bild von Herrn Specht.

Die beiden Bilder oben zeigen das Männchen, das Bild unten das Weibchen. Und danach wieder ab in die Bäume.

2026-02-06
Keine zu klein, eine Erdnussliebhaberin zu sein, auch die kleine Blaumeise (Cyanistes caeruleus) nicht, welche eifrig zahllose Erdnüsse zerhackt.

was gibt’s denn da Leckeres ? Meins !!

2026-01-19
Nachdem ich die ersten beiden Januarwochen im winterlichen Dovrefjell-Nationalpark in Norwegen verbringen durfte, entdeckte ich heute kurz nach Mittag zum ersten Mal Herrn und Frau Buntspecht gleichzeitig an meinem Futterplatz. In den letzten Monaten (siehe dort) erschienen sie ja jeweils einzeln zum Fressen. Wer weiss, vielleicht kommen sie bald mit ein paar Jungen hierher zum Fressen?