Was sich im Dezember 2025 so alles tut
2025-12-18
Immer wieder mal kam auch mal ein Eichelhäher in meinem Garten vorbei. Da er aber nicht so viel anzufangen wusste mit dem vorhandenen Futter, richtete ich eine Futterstelle mit (natürlich ungesalzenen) Erdnüssen auf einem Birkenstumpf ein. Und prompt, heute war er wieder da.



Eifrig schluckte er Erdnuss um Erdnuss, knapp 20 zählte ich, die seinen Kehlsack zunehmend füllten. Im Bild oben sieht man die Ausbuchtung am Übergang von weisser Kehle zu braunem Bauch gut. Im Wald ist er ein vom Förster gern gesehener Bewohner, hilft er doch bei der Ausbreitung der Eiche, Buche, Haselnuss u.a. mit. Bis zu 10 Eicheln (!!) sollen in seinen Kehlsack passen. Na, den gefüllten Kehlsack möchte ich mal sehen ! In einer schwedischen Studie (Hougner et al, 2006, Ecological Economics 59:364-374) wurde geschätzt, dass pro Hektare zwischen 2100 – 9400 USD an „Aufforstungskosten“ durch Eichelhäher erbracht werden, je nach Vorgehen bei Aussaat bzw Pflanzung durch den Menschen.
2025-12-17
Es lohnt sich doch immer, genau hinzuschauen. Ein zweiter Buntspecht, ein Weibchen, nascht vom Fettfutter.
Der fehlende rote Nackenfleck weist daraufhin, dass es kein Männchen ist. Retrospektiv muss ich sagen, dass der Specht vom 14.12. auch ein Weibchen sein könnte, da auf dem Bild der Nacken nicht einsehbar ist.
2025-12-14
Endlich habe ich’s geschafft, mein Buntspechtmännchen vernünftig zu fotografieren. Er kommt ja jetzt regeölmässig, meist zweimal pro Tag, so zwischen 13h und 16:30h. Da er der klar scheueste Besucher ist, der auf jede Bewegung sofort reagiert und wegfliegt, bleibt da nichts anderes übrig, als mit der Kamera im Anschlag unbeweglich zu warten. Und heute war es soweit ! Er flog zwar nicht zu seinem eigentlichen Futterstamm, aber immerhin bis zu einem der Eckpfosten meiner Benjes-Hecke. Auch dort habe ich Fettfutter in einen Spalt eingepresst.


Dass ich durch die Fensterscheibe hindurchfotografieren muss, sieht man zwar, aber das tut meiner Freude keinen Abbruch.
Dieser Futterplatz gefällt auch den Blaumeisen

2025-12-09
Juhuuu, heute zeigte sich ein neuer Gast in meinem Biotop. Ich erspähte nachmittags Bewegungen im Holzstapel, was könnte das sein? Ein winziges braunes Etwas hüpfte zwischen den Ästen herum, ziemlich unstet und kaum an einem Ort verweilend. Das ist ein leichtes Rätsel, ein Zaunkönig muss das sein (Troglodytes troglodytes).

Der Zaunkönig ist neben den beiden Goldhähnchen einer unserer kleinsten / kürzesten Singvögel, da er seinen Schwanz oft steil aufstellt. Der kleine Kerl singt mit bis zu 90 dB, meist aus der Deckung, gelegentlich auch von Singwarten aus, unglaublich wie er mit seiner geringen Masse einen solchen Schallpegel hinkriegt, der seinen Gesang in bis zu 500m noch vernehmen lässt. Die beiden Geschlechter sind morphologisch nicht unterscheidbar, sie weisen also keinen Geschlechtsdimorphismus auf. Er brütet im dichten Unterholz, gerne in Wassernähe, was hier mit dem nahen Jungholzbächle ja gegeben wäre. Er flog dann auch tatsächlich nach Osten zum Jungholzbächle weg. Ich hoffe jetzt sehr darauf, dass mein Holzstapel ihm gefallen hat und er im nächsten Frühling vielleicht sogar hier brütet.
