EräEero 2014

Die Bärenpopulation hatte in der Region (Joensuu-Lieksa, Patvinsuo-Nationalpark) zugenommen dieses Jahr, so dass Sichtungen von Vielfrassen seltener waren. Wahrscheinlich brachten sie ihre Jungen in Sicherheit und trauen sich erst wieder in die Öffentlichkeit, wenn die Kleinen grösser sind und die Bärengefahr damit kleiner wird. Eero hatte ca 300m vom Hauptblockhaus entfernt (www.eraeero.com) 3 neue Hides errichtet, in welchen wir eine Nacht verbrachten. 3 prächtige Bären sahen wir während einer guten Stunde, einer war äusserst sensibel und sprang bereits ins Gebüsch, wenn ich nur die Kamera von Quer- aufs Hochformat drehte. Auch Eero begegnet gelegentlich einem Bären untertags, der sich aber unmittelbar von dannen trollt. Unterwegs aufs WC (bei dieser Gelegenheit lernten wir ein neues finnisches Wort, es ist eben kein W(ater)-C, sondern ein Puu-C (puu=Holz auf finnisch), also unterwegs aufs Puu-C (Waldhüttchen-Trocken-Toilette mit Holzfasern zur Geruchsbindung) tauchte jedenfalls kein Bär auf, ebensowenig auf einer längeren Wanderung, die wir im Gebiet unternahmen. Dafür flatterte plötzlich ein Birkhahn auf, zu schnell, als dass ich ihn fotografieren konnte. Mindestens in Finnland stellt ein normaler Bär, der Nahrung und Mensch nicht assoziiert, keine Gefahr dar. Eine Begegnung mit einem Bären in der Natur ist ein unglaubliches Erlebnis, das man nicht mehr vergisst, auch wenn man durch eine Tarnung von ihm getrennt ist. Deswegen werde ich, auch wenn ich nun schon etliche Nächte Bären beobachten konnte, noch viele weitere Nächte Bären beobachten.