Federsee

Endlich angekommen am Federsee. Die 230 km waren schneller hinter die Räder gebracht als gedacht, das WoMo steht neben dem NaBu-Zentrum direkt am See. Uli wartet schon auf mich. Angesichts der zauberhaften Stimmung ist der innere Schweinehund am frühen Freitagmorgen rasch überwunden. Heiteres Gezwitscher der Rohrammern emfängt uns schon auf den ersten Metern auf dem Steg. Graureiher, die zitternd der Kälte trotzen, Rehe und ein junger Bock, die die ersten grünen Gräser aus dem Moor zupfen. Für Bartmeisen ist der März zwar nicht optimal, dennoch treffen wir vier Stück an. Mindestens während der ca 4 Stunden, die wir auf sie warteten. Einfacher war es, Silberreihern beim Fischen zuzusehen, leider nur durchs Schilf hindurch, was fotografisch eine ziemliche Herausforderung darstellte. Unsere langen Tüten auf dem Stativ verliehen uns ein unglaubliches Expertenimage bei andern Moorbesuchern, Kleider machen halt Leute. Es war allerdings auch nicht schwierig, mit Wissen zu brillieren, reichte es doch meist aus, einen Silber- vom Graureiher unterscheiden zu können. Ein intensiver Sonnenuntergang schloss dieses prächtige Wochenende ab.

Federsee, ich komme wieder.